Gemeinschaft

Vom Ich zum Du zum Wir – Einführungsseminar in die Gewaltfreie Kommunikation

Investition: 197 €

(10 Stimmen)

Das Einführungsseminar „Vom Ich zum Du zum Wir“ ist eine Einladung, einen inspirierenden Raum kennen zu lernen. Einen Raum, welcher in Anlehnung an den persischen Dichter Rumi,  jenseits von richtig und falsch liegt. Dabei möchte es dir Mut machen, deinen bisher gegangenen Weg zu betrachten, neue Wege kennen zu lernen und unbekanntes Terrain zu begehen.

Wozu Gewaltfreie Kommunikation?

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein Prozess, der unsere Fähigkeit stärkt, sogar unter schwierigen Bedingungen menschlich zu bleiben. Die Gewaltfreie Kommunikation erinnert uns an das, was wir schon wissen — nämlich, dass wir Menschen dazu bestimmt sind, Beziehungen untereinander zu haben — und hilft uns dabei, dieses Wissen konkret umzusetzen.

Die Gewaltfreie Kommunikation stellt Fragen, worauf es oft keine einfachen Antworten gibt. Mit wem möchtest du in Beziehung treten? Und wie möchtest du diese Beziehung gestalten? Ziel des Seminars ist nicht die Antworten auf diese Fragen zu präsentieren, sondern Möglichkeiten aufzuzeigen, wie du in Verbindung mit dir und mit Menschen gehen kannst, mit denen du in Beziehung sein möchtest.

3 Elemente des Seminars

Freie Entfaltung

Der Rahmen des Seminars wird aus der Haltung der Humanistischen Psychologie heraus gesetzt, dass jeder Mensch sich frei entfalten möchte. Mit dabei maßgebend ist das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg, einen Schüler des Mitbegründers der Humanistischen Psychologie, Carl Rogers.

Ganzheitlichkeit

Das Seminar wird die 4 Schritte der GFK in Übungen integrieren, welche einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. So werden viele Übungen sich deiner Vorstellungskraft bedienen. Ebenso wird es Momente geben, in denen dein Körper mit einbezogen wird. Durch das ergänzende Konzept „Kraft der Gefühle“ von Vivian Dittmar und daran anlehnende Übungen wird die seelische/emotionale Ebene angesprochen.

Miteinander gehen

Wir brauchen andere Menschen, um uns selber zu erkennen. Die Übungen sind deshalb so konzipiert, dass sie zu zweit, zu dritt oder mit der ganzen Gruppe erfahrbar werden. Das Seminar möchte dir dabei die Chance ermöglichen, dich der Frage zu widmen, in welcher Art der Beziehung du mit anderen auf deinen Weg gehen möchtest.

Lernziele

Jede Gruppe entwickelt ihr eigenes Thema während des Seminars. Dadurch werden manche Inhalte vertieft, andere wiederum kürzer gefasst. Der thematische Kern des Seminars bleibt dabei gleich.

Die wichtigsten Seminarinhalte

  • Kennenlernen und Anwenden der vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation
  • Emphatisch sein mit sich und anderen anhand des Vier-Ohren-Modells der GFK
  • Einblick in den Gefühlskompass und die Kraft der Gefühle nach Vivian Dittmar

Du lernst zu unterscheiden zwischen:

  • Wahrnehmung und Interpretation
  • Gefühlen und Pseudogefühlen/Interpretationen
  • Werten und Bewertungen
  • Bitten und Forderungen
  • erfüllbaren und nicht erfüllbaren Bitten

Folgende Inhalte können außerdem dran kommen

  • Kennen lernen der Leeren-Stuhl-Technik aus der Gestalttherapie
  • Erkennen und Auflösen von Glaubenssätzen mittels der GFK sowie der Technik des Forums

Toll, dass du beim Seminar dabei sein willst!

4.7 Sterne
4.7 Sterne (10 Stimmen)
Atmosphäre
Verhältnis Praxis/Theorie
Relevanz für den Alltag
Persönliche Bereicherung
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Meine Reise auf eine Insel der Gewaltfreiheit – ein Reisebericht

Im Juli 2016 unternahm ich eine ganz besondere Reise: ein Wochenend-Trip auf eine Insel der Gewaltfreien Kommunikation. Eine dreitägige Reise, die ein Leben lang wirken kann.

So wie jede Reise fing auch diese Reise mit der Entscheidung an, genau diese Reise bei diesem Anbieter zu buchen. Ich hatte eine Empfehlung bekommen und mir die Internetseite von „ZwischenMenschlich“ angeschaut. Was für ein seltsamer Name für jemanden, der Giraffensprache lehrt, dachte ich zunächst. Die Erklärung fand sich jedoch gleich im „Reiseprospekt“, der Internetseite. Sascha schreibt da, dass wir doch alle in einer Welt von Wölfen groß geworden sind, bewertet und verurteilt wurden und so gelernt haben, das Gleiche zu tun. Was genau das bedeutet, habe ich erst am zweiten Reisetag verstanden. 

 

Der perfekte Kurzurlaub

Flyer Seminar

Reiseunterlagen

Bei dem großen Angebot an unterschiedlichsten Reisen und Prospekten und Internetseiten ist es hilfreich, ungefähr zu wissen, was man sucht. Ich war zu diesem Zeitpunkt sehr eingebunden in meine Arbeit und mir war nach einer Erlebnisreise mit Bildungscharakter. Also ich wollte kein Seminar mit drei Tagen Theorieinput. Mein Kopf hat schon so genug zu tun. Auf der Internetseite von Sascha wurde ein Einführungsseminar in die Gewaltfreie Kommunikation angeboten, eine Reise, die vom ICH zum DU zum WIR führt. Von spielerisch ist da die Rede, von Kreativität und Lernen, von der Kraft der Gefühle und von magischen Momenten – da wollte ich hin! Das Bild und die Hoffnung, die durch die Beschreibung bei mir entstand, sprach mich sehr an. Ich hatte Lust auf ein Wochenende in Gemeinschaft und mit Austausch auf einer Insel fern vom Alltag. Wenn es dann auch noch warm und sonnig dort sein würde, dann würde es der perfekte Kurzurlaub für mich sein, dachte ich mir.

 

Ich habe die Reise also gebucht. Eine Woche vor Reisebeginn erhielt ich dann die Reiseunterlagen, eine Mail von Sascha, die alle notwendigen Informationen enthielt, die ich brauchen könnte, um mich auf meine Reise vorzubereiten. Großartig! Für mich war das nicht nur ein Zeichen von Wertschätzung sondern gab mir auch Sicherheit und nahm mir ein bisschen von meinem Reisefieber. Stattdessen blieb Vorfreude und der Gedanke, gut aufgehoben zu sein. 

 

Reisetagebuch: Tag 1

Am Freitag um 18 Uhr ging es dann los. In meiner Reisegruppe begaben sich noch neun weitere, mutige und neugierige Menschen auf die Reise zu der Insel der GFK. Wir waren neugierig auf die Insel und auf die Menschen, mit denen wir die nächsten Tage gemeinsam reisen und Abenteuer erleben würden und natürlich auf unseren Reiseleiter Sascha. Dieser stellte zunächst einmal sich selbst und die Reiseroute über die Insel der GFK für die nächsten Tage vor. Dabei gab er eine erste Orientierung, malte uns sozusagen den Weg vor, erklärte die Rahmenbedingungen, die regionalen Besonderheiten und ließ bei uns erste Bilder und Ideen entstehen, was uns die nächsten Tage erwarten würde.

Der erste Abend diente dazu, uns für die Reise vorzubereiten: Ressourcen aktivieren (quasi Proviant und geeignete Ausrüstung zusammenpacken) und Orientierung zu bekommen auf unserem Weg zur Sonne, dem Reiseziel. Außerdem gehörte zum Ankommen am ersten Abend auch, uns auszutauschen über unsere Ängste und Hoffnungen in Bezug auf die Reise.

Sascha stellte uns dann verschiedene Arten vor, wie man eine Reise angehen kann:

  • in dem ich stets auf den mir bekannten und gut ausgebauten Hauptstraßen gehe, in der mir vertrauten und angenehmen Geschwindigkeit. Es bleibt bequem und sicher. Nur etwas Neues werde ich auf dieser Reise wahrscheinlich nicht entdecken und auch nichts dazulernen
  • oder ich lerne etwas dazu, indem ich neue Wege ausprobiere, dabei aber immer noch in Sichtweite zur bekannten Straße bleibe und mir Unterstützung dabei suche, z. B. indem ich in einer Gruppe reise
  • oder ich gehe Risiken ein. Obwohl ich Angst vor dem Unbekannten und Gefahren habe, schlage ich mich durch Gestrüpp und unwegsames Gelände, komme nahe an Abgründe und Klippen etc.
Übung - Kraft, Blockade, Hoffnung I

Teilnehmer*innen malen ihre Imaginationsreise

Mir gefiel die Vorstellung, in dieser Gruppe und mit einem erfahrenen und kompetenten Reiseleiter etwas zu lernen, auszuprobieren und meine Komfortzone zu verlassen.

Schließlich unternahmen wir noch eine Imaginationsreise, die uns erahnen ließ, was auf dieser und anderen Inseln der Gewaltfreien Kommunikation alles möglich ist.

Die GFK sei vergleichbar mit dem Erlernen einer Sprache und so ein Seminar wie eine Reise in ein unbekanntes Land oder eine Insel. Die Frage, wo denn dieses Land liegt, beantwortete unser Reiseleiter mit „In dir! Bilde Übungsgruppen, besuche Seminare, lese Bücher, wende an, was du lernst – all das sind Inseln! Bilde du dieses Land selbst!“

Gegen 21 Uhr verliessen wir den Gruppenraum, den ich bereits zu diesem Zeitpunkt als einen „Raum der Annahme“ kennengelernt habe, in dem nichts richtig und nichts falsch ist. Ich freute mich sehr auf die nächsten Tage, die Aufregung war weg und der Alltag auch schon etwas in die Ferne gerückt.

 

Reisetagebuch: Tag 2

Am Samstag wurden wir zunächst eingeladen, die Insel zu entdecken, in dem wir genau und mit allen Sinnen beobachten. Dazu wurden unsere Sinne durch Aufwärmübungen erstmal geschärft. Die Beobachtung ist der erste der vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation. Wir lernten den Unterschied zwischen Beobachtung und Bewertung kennen. Wir erfuhren und probierten aus, wozu uns Bewertungen auf unserer Reise nützlich sein können, z. B. indem wir lautes Knurren im Gebüsch als gefährlich bewerten und rennen. Aber auch wann es hinderlich ist und zu Konflikten führen kann – z. B. innerhalb der Reisegruppe, wenn wir in ein Verhalten einer Person eine böse Absicht interpretieren. 

In diesem Zusammenhang begegneten wir zwei einheimischen, mehr oder weniger wilden Tieren: dem Wolf und der Giraffe. Was für eine eindrückliche Begegnung das war! 

Der Wolf symbolisiert den Teil in uns, der kritisiert, anklagt, jammert, urteilt und die Schuld bei anderen sucht. Die Giraffe in uns spricht hingegen mit dem Herzen, sie achtet auf ihre Gefühle und Bedürfnisse und übernimmt selbst Verantwortung dafür. Anhand eigener Themen übten wir, wie unterschiedlich sich Gespräche entwickeln, je nachdem ob der Wolf oder die Giraffe in uns spricht.

Es gab köstliche Salate...

Salate, die stärken

Es schien mir zu diesem Zeitpunkt so, als hätten wir damit schon den schönsten Teil der Insel entdeckt. Zu Mittag machten wir eine Rast an einem schönen, schattigen Platz, wo wir uns stärkten und ausruhten. Von dort hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf blühende Wiesen der Verbundenheit. Und das Wetter war super und sonnig! 

Das Reiseprogramm des Nachmittags führte uns dann an die malerische Bucht der Gefühle. Dazu haben wir die bequeme Landstraße auch mal verlassen und waren selbst überrascht, wieviel Spass wir dabei hatten, außerhalb der Komfortzone Gefühle dazustellen und zu üben, diese zu erkennen. Erstaunlich, wie oft wir Gedanken formulierten und dabei sicher waren, es seien Gefühle! Woran erkenne ich ein Gefühl? Welche Gefühle gibt es? Wie kann man die Kraft der Gefühle nutzen? Reiseleiter Sascha gibt uns für diese Fragen und zur weiteren Orientierung einen praktischen Kompass an die Hand, einen „Gefühlskompass“.

Der zweite Tag endete mit einer Erfahrung in der Gruppe, die vorher gemeinsam entschieden hat, welchen Weg sie gemeinsam über die Insel weiter gehen. Wir waren weit gekommen an diesem Tag. Mit neuen Erkenntnissen und auch Fragen, gestaltete jede/r Reisende seinen/ihren Abend selbst. 

 

Reisetagebuch: Tag 3

Zähle von 1 bis 1 Millionen, bevor du zum 4. Schritt, der Bitte, kommst.
Sinneserfahrungen der Teilnehmenden III

Sinneserfahrungen von Teilnehmenden

Den letzten Tag der Reise begannen wir mit einem kleinen Vertrauensspaziergang in der näheren Umgebung und waren überrascht, wieviel es bei dieser kleinen Aufwärmübung bereits zu entdecken gab. Das Aufwärmen war wichtig, denn anschließend stand die Wanderung ins Gebirge der Bedürfnisse auf dem Reiseprogramm, bei der es einige wertvolle Schätze zu bergen gab. Wir lernten dabei nämlich, unsere Bedürfnisse als Schätze zu betrachten und behandeln, statt als Mangel. Wichtig ist dabei, dass jeder selbst die Verantwortung für seine Bedürfnisse trägt und dafür zuständig ist. Obwohl jeder seinen emotionalen Rucksack auf dieser Wanderung und dem Weg durchs Leben zu tragen hat, fiel der Anstieg mit den geklärten Zuständigkeiten gleich leichter. 

Die Bedürfnisse machen den dritten Schritt der Gewaltfreien Kommunikation aus. Marshall Rosenberg hat in diesem Zusammenhang den Rat gegeben „Zähle von 1 bis 1 Millionen, bevor du zum 4. Schritt, der Bitte, kommst.“. So beschäftigten auch wir uns eine Weile mit unseren Bedürfnissen, bevor wir das Bitten übten. 

An einer schönen Stelle mit Blick auf den zurückgelegten Weg und die Insellandschaft, spielten wir eine Runde „Ärgerpoker“ und ruhten dabei unsere Beine aus. Wir hatten dabei nicht nur viel Spaß, sondern auch kostbare Erkenntnisse. 

Kurz vor dem Ziel und damit dem Ende unserer Reise, begaben wir uns schließlich aufs Tanzparkett. Dabei konnten wir alles anwenden üben, was wir auf dieser Insel gelernt haben. Leicht und tänzerisch wechselten wir zwischen Beobachtungen, Gefühlen und Bedürfnissen und übten, Bitten zu formulieren, die uns helfen können, unsere Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. 

Nach diesem Tanz tauschten wir uns noch einmal über das Erlebte aus, bevor wir auscheckten und jeder sich wieder auf den Weg zurück in sein Leben begeben hat, in dem er nun seine eigenen Inseln bildet. Für mich war es eine sehr besondere, wunderbare Reise, die noch lange nachwirken wird.

 

Geschrieben wurde der Reisebericht von:

Kerstin König

Kerstin König

Als Geschäftsführerin in der Reisebranche führt Kerstin König ein Unternehmen mit derzeit 12 Mitarbeitern in Trier und mit Reisegruppen bis zu 3.000 Personen. Neben der Geschäftsführertätigkeit absolvierte sie eine Trainerausbildung in Gewaltfreier Kommunikation mit dem Schwerpunkt Konfliktlösung in Unternehmen.

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